Das Ende der Menschlichkeit?



„Die Hirnforschung bestätigt die poststrukturalistische Idee, dass wir alle aus Geschichten gemacht sind, die wir uns selbst über uns erzählen. Diese Geschichten sind eine wirre Bricolage, eine unbeständige Vielfalt, die von keinem Ich zusammengehalten wird. Zugleich skizziert die Forschung aber einen Ausweg (oder verspricht es zumindest), indem sie aus einem qualitativen ein quantitatives Problem macht: Wer über genügend Daten verfügt, weiss besser, was sich im Menschen abspielt, als dieser Mensch selbst….“

„Übertragen auf unser Beispiel heisst das: Eben weil die Maschine, die uns liest, als mechanischer Algorithmus blind und bewusstseinslos ist, kann sie Entscheidungen treffen, die nicht nur der äusseren Wirklichkeit angemessener sind als unsere eigenen Entscheidungen. Sie sind es vor allem auch in Bezug auf unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Die Maschine kann alle Widersprüche eruieren, Inkohärenzen messen und mit ihnen auf weitaus rationalere Weise umgehen, als unser fiktives Selbst dies vermag.,,, “

https://www.nzz.ch/feuilleton/digitalisierung-das-ende-der-menschlichkeit-ld.1312112

 

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