AfD fordert Kündigung der heutigen Verträge Nazi-Deutschlands mit dem Vatikan


AfD fordert Kündigung der heutigen Verträge Nazi-Deutschlands mit dem Vatikan

Die AfD kratzt am Kirchen-Konkordat der Nazis: Wieso die Kirchensteuer kein Sonder-Privileg ist  – The European

Wie aus den Medien zu entnehmen war, hat AfD-Vizechefin Beatrix von Storch gefordert, die Kirchensteuer nicht mehr durch den Staat einziehen zu lassen. Dieses Privileg sei Teil des Reichskonkordats – eines Vertrages also, den die Nazis mit dem Heiligen Stuhl geschlossen hätten. Im Text eines Facebook-Posts heißt es: „Möge die Kirche sich trennen von den Privilegien, die ihr Adolf Hitler einräumte“. Diese Einlassung durch Frau von Storch erfolgte nach kritischen Äußerungen durch Kardinal Karl Lehmann über die AfD, indem sie ein Facebook-Video an den scheidenden Bischof richtete: Dort äußerte sie: „Sie werden mir sicher zustimmen, dass eine Institution in der Nachfolge Christi ihre staatlichen Privilegien eigentlich nicht auf einen Vertrag mit dem Dritten Reich gründen sollte – oder?“. Lehmann möge sich trotz seines Ausscheidens als Mainzer Bischof für ein Ende des Reichskonkordats einsetzen.  …

Schon bald (2 Tage !) nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler wurden die Verhandlungen über ein Reichskonkordat wieder aufgenommen. Dass dabei die Initiative von Seiten der deutschen Regierung ausging, ist historisch gesichert. Die Situation der Stagnation veränderte sich rasant, als Adolf Hitler – wenige Wochen nach der Machtergreifung – in seiner Regierungserklärung vom 23. März 1933 den Kirchen ihre Rechte garantiert und das Christentum als „unerschütterliches Fundament des sittlichen und moralischen Lebens unseres Volkes“ bezeichnet hatte. Auf dieser Basis wird dann am 20. Juli 1933 für die katholische Kirche der – als Reichskonkordat bezeichnete – Staatskirchenvertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich geschlossene. In ihm wurde das Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und der römisch-katholischen Kirche geregelt. Es ist auch heute noch für die Bundesrepublik Deutschland gültig.  …

300px-Bundesarchiv_Bild_183-R24391,_Konkordatsunterzeichnung_in_RomVon links nach rechts: Prälat Ludwig Kaas, Vizekanzler Franz von Papen, Unterstaatssekretär Giuseppe Pizzardo, Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli und Ministerialdirektor Rudolf Buttmann während des Unterzeichnungsaktes (zwischen Pacelli und Buttmann stehend: Substitut Alfredo Ottaviani), Aufnahme aus dem Bundesarchiv

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