Finanzskandal: Diese Banken überweisen Ihr Geld sogar an Donald Duck


Finanzskandal: Diese Banken überweisen Ihr Geld sogar an Donald Duck

Das „ZDF“-Verbrauchermagazin „WISO“ hat massive Sicherheitslücken bei Banküberweisungen aufgedeckt. In einem Versuch gelang es Reportern mühelos fremde Konten abzuräumen – selbstverständlich ohne die Erlaubnis der Kontoinhaber.
Und so einfach funktionierte es: Die Reporter füllten Überweisungsträger bei acht unterschiedlichen Banken aus. Als Absender diente die IBAN, unterschrieben wurden die Formulare mit „Donald Duck“, „Mainzelmännchen“, „Sebastian Vettel“ oder drei Kreuzen.
Nur Targo-Bank schöpfte Verdacht
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Commerzbank, deutsche Apotheken- und Ärztebank, Deutsche Bank, Postbank, Sparda-Bank Südwest, Sparkasse Mainz sowie die Mainzer Volksbank führten die Geldtransaktionen anstandslos durch. Einzig die Targo-Bank lehnte ab, da das Kreditinstitut Überweisungen nur noch digital entgegen nimmt.
In einem weiteren Testdurchlauf stellte sich zudem heraus, dass auch Datum, Betreff oder die Übereinstimmung von Kontoinhaber mit der IBAN-Nummer von den Banken offensichtlich nicht geprüft wird.
Banken nicht zum Interview bereit
Rechtfertigung seitens der Kreditinstitute gab es keine. Weder der Deutsche Bankenverband noch die getesteten Banken wollten dem „ZDF“ Rede und Antwort stehen. In einer schriftlichen Stellungnahme der Deutschen Bank hieß es:

Bei der Deutschen Bank werden tagtäglich zehntausende Überweisungen einwandfrei bearbeitet. Die Bank hat verschiedene Prüfverfahren etabliert, um unrechtrechtmäßig ausgestellte Überweisungen zu identifizieren.


Scheinbar ja nicht. Dabei gilt das SEPA-Verfahren mit IBAN-Nummer, das am 1. Februar 2016 eingeführt worden war, eigentlich als sicher. Allerdings steht die IBAN auf jeder deutschen Rechnung sowie der EC-Karte. Überweisungsträger liegen bis auf Postbank und Sparda-Bank frei zugänglich aus.

Bank haftet bei Betrug

Wie kann man sich also vor Betrug schützen? Laut „Focus Online“ raten Verbraucherschützer Kunden, ihre Banken anzuweisen, keine schriftlichen Überweisungen mehr in ihrem Auftrag anzunehmen. Außerdem solle man seine Kontoauszüge alle paar Tage kontrollieren und Unstimmigkeiten umgehend der Bank melden.
Grundsätzlich sind Bankkunden vor Betrug geschützt, sagte Rechtsexperte Peter Mattil bei „WISO“. Die Bank müsse dem Geschädigten das Geld im Fall widerruflicher Überweisungen zurückerstatten.

In der Praxis sieht das oft anders aus.


Denn die Banken verlangen von den Geschädigten einen Beweis, dass sie nichts mit der Geldtransaktion zu tun haben. Auch werfen sie den Kunden häufig vor, leichtsinnig mit ihren Daten umgegangen zu sein.

In diesem Fall müssen Verbraucher die Bank verklagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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