Relikt aus Hitlers Zeiten: AfD-Vize von Storch fordert Abschaffung der Kirchensteuer


 

Relikt aus Hitlers Zeiten: AfD-Vize von Storch fordert Abschaffung der Kirchensteuer

Für populistische Forderungen ist die AfD immer gut. Bislang bedienten Petry, von Storch und Co. mit ihrer ausländerfeindlichen Haltung hauptsächlich die Klientel am rechten Rand der Gesellschaft. Jetzt hat die Partei offenbar eine Möglichkeit entdeckt, dem eigenen Ruf zu entkommen.

So ließ Vizechefin Beatrix von Storch öffentlichkeitswirksam verlauten, die Kirchensteuer solle abgeschafft werden. Schließlich fuße diese auf einem Vertrag, den „die Regierung von Adolf Hitler 1933 mit dem Heiligen Stuhl geschlossen“ habe. Per Videobotschaft appellierte von Storch an den scheidenden Kardinal Lehmann, sich für ein Ende des Reichskonkordats einzusetzen:

Sie werden mir sicher zustimmen, dass eine Institution in der Nachfolge Christi ihre staatlichen Privilegien eigentlich nicht auf einen Vertrag mit dem Dritten Reich gründen sollte – oder?

Ein ehrliches Anliegen oder eine populistische Ablenkungs-Forderung? Von Storch weiß sehr wohl, dass die Forderung nach Abschaffung der Kirchensteuer sicherlich bei einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung Anklang findet – weit über ihre eigene Wählerschaft hinaus. Es ist aber eine willkommene Möglichkeit, sich öffentlichkeitswirksam von den Nationalsozialisten zu distanzieren – wenn auch in einem recht unerheblichen Punkt.

Kardinal Lehmann verweigert AfD Gespräch

Lehmann, der sich am Wochenende im Alter von 80 Jahren in den Ruhestand verabschiedete, hatte ein direktes Gespräch mit der AfD abgelehnt. Gegenüber dem „Deutschlandfunk“ begründete der Kardinal, dass ihm das nationalistische „Gerüchlein“ der Rechtspopulisten zu groß sei. Auch darauf nahm von Storch in ihrer Videobotschaft Bezug:

Sie haben Recht, dass wir die Zeit des Nationalsozialismus nie vergessen dürfen. Wir dürfen nie vergessen, zu welchen Verbrechen Machtmissbrauch, Totalitarismus und blinder Gehorsam gegenüber dem Staat führen können. Das tut auch die AfD nicht, auch wenn Sie im Interview etwas anderes andeuten.

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