Virologe warnt vor gefährlichen tropischen Stechmücken


Brights - Die Natur des Zweifels

Asiatische Tigermücke (Stegomyia albopictus). Bild. wikimedia.org/CC-BY-2.5

Die Tigermücke überträgt das Dengue-Fieber, der japanische Buschmoskito das West-Nil-Virus. Beide breiten sich derzeit in Deutschland aus. Tropenmediziner sind alarmiert.


DIE WELT

Insekten aus tropischen Regionen breiten sich nach Beobachtung von Forschern auch in Deutschland aus. „Die zwei wichtigsten invasiven Stechmückenarten, die uns Sorge bereiten, sind die Tigermücke und der Japanische Buschmoskito“, sagte der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Die Tigermücke, die das Dengue-Fieber übertragen kann, sei bereits in Bayern und Baden-Württemberg zu finden.

Der Japanische Buschmoskito habe sich noch sehr viel weiter ausgebreitet, so im Raum Köln/Bonn und sogar bis nach Hannover. Diese Mücke könne das West-Nil-Virus oder auch den Erreger für die Japanische Enzephalitis, eine Gehirnentzündung, übertragen.

Ursache der Entwicklung sei in erster Linie der interkontinentale Waren- und Reiseverkehr, nicht der Klimawandel, betonte Schmidt-Chanasit.

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