Frankreich diskutiert über Todesstrafe


Brights - Die Natur des Zweifels

Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD Marianne-Büste mit phrygischer Mütze in einer französischen Schule. Bild: PD

Nach den vergangenen Terroranschlägen wird in Frankreich über härtere Strafmaßnahmen nachgedacht. Während die Opposition über die Todesstrafe spricht, betont die Regierung jüngste Fahndungserfolge. Nur in einem Punkt herrscht bei allen Parteien Einigkeit.

Von Stefan Brändle|Frankfurter Rundschau

Es ist, als hätten die Brüsseler Anschläge bei den französischen Konservativen eine Hemmschwelle beseitigt. Laurent Wauquiez, Abgeordneter der erzkonservativen Républicains, verlangte am Osterwochenende die Internierung von Syrien-Rückkehrern. Die zum liberalen Parteiflügel zählende Vizevorsitzende Nathalie Kosciusko-Morizet will die Terroristen „wirklich lebenslang“ – das heißt: bis zu deren Tod – einsperren.

Ihr Parteifreund Olivier Dassault entgegnet, das schrecke die Attentäter nicht ab. Der Sohn des großen Flugzeugkonstrukteurs verlangt die Todesstrafe für Terroristen. Damit geht er noch weiter als FN-Chefin Marine Le Pen, welche die Wiedereinführung der Guillotine bislang von einer Volksabstimmung abhängig machen will. Dassaults Vorstoß findet in seiner Partei einiges Echo; Ex-Minister Xavier…

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