Als der Humanismus die Bibel lesen lehrte


Brights - Die Natur des Zweifels

Bereits das Titelblatt mutet kühn an: «Novum Instrumentum» alias Neues Testament, Basel 1516. (Bild: Universitätsbibliothek Basel)

Der humanistische Theologe und Philosoph Erasmus von Rotterdam realisierte 1514 bis 1516 in Basel eines seiner folgenreichsten Projekte: eine griechisch-lateinische Ausgabe des Neuen Testaments.

Von Silvana Seidel Menchi|Neue Zürcher Zeitung

Ende Februar 1516 präsentierte der Basler Buchdrucker und Verleger Johann Froben dem gelehrten Europa das neueste Produkt aus seiner Werkstatt, das «Novum Instrumentum» Jesu Christi. In den nachfolgenden Ausgaben erhielt es wieder den gewohnten Titel «Neues Testament»; jedoch war die Wahl der ungewöhnlichen Überschrift für die Erstausgabe wohlüberlegt, da diese bereits im Titelblatt die Kühnheit des innovativen Unternehmens ankündigen sollte.

«Instrument» und «Testament»

Niemand war in jenen Tagen auf die Idee gekommen, den überkommenen Ausdruck «Neues Testament» infrage zu stellen. Mit dieser Formel – aus dem altgriechischen «kainē diathēkē» übersetzt, was «Neuer Bund» oder «Neuer Pakt» bedeutet – bezeichnete man damals wie…

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